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Da steht die Aura des naturwissenschaftlichen Abenteurers gegen den „spröden Intellektuellen“. Zu Recht? - Schon Karl Popper, ein bis in die höchsten
Wirtschaftskreise geachteter Philosoph, konnte die „toughen“, wirtschaftsrelevanten Naturwissenschaften sinnreich auf den Boden der Bescheidenheit zurückpfeifen: Wahrheiten gelten so lange, bis sie widerlegt werden.
Breil bezeichnet das Humboldt-Gymnasium mittlerweile nicht mehr als direkte Konkurrenz. Eher sei es eine „Addition“. Die zweite weiterführende Schule mit dem etwas konservativeren Bildungsanspruch, sie ist in
Bornheim Fakt geworden. „Als die Europaschule 1989 eröffnet wurde, hatte Bornheim 37.000 Einwohner. Heute sind es 50.000. Die Schüler, die bislang nach Bonn oder nach Brühl gingen, die haben jetzt ein Angebot
direkt in Bornheim. Europaschule und Humboldt-Gymnasium können sich da fruchtbar ergänzen.“ Man meint sich auch an ganz andere Töne erinnern zu können.
Erleichternd findet Breil, dass es neben den Richtlinien des
Landes schulinterne Lehrpläne gibt, zur konkreteren Ausgestaltung des Lernstoffs. Das Leben bestehe nicht allein aus den kognitiven Fähigkeiten. Und so werden an der Europaschule die kognitiven Qualifikationen nicht
über die manuell-handwerklichen gestellt. Das hat auch mit dem Integrationsgedanken der Gesamtschule zu tun. Das Hauptziel heißt nicht Selektion, sondern Integrieren und Fördern, ganz nach altbekannten Prinzipen von
Maria Montessori: Lernen mit Kopf, Herz und Hand – Verstand und Gefühl für eine praktische Umsetzung des Gelernten. Emotionalität in den Lernprozess einzubeziehen, ist keineswegs Schmökes. Dass besser und schneller
lernt, wer Lerninhalte mit positiven Gefühlen verknüpft, das gehört seit langem zum Kenntnisstand über die Lern-Physiologie des Gehirns.
Mit dem Konzept der Europaschule hatte man großes Glück. Bevor das
Humboldt-Gymnasium eröffnet wurde, gab es in unmittelbarer Nähe keine konkurrierenden Schulen. In anderen Städten des Umlands seien durchaus die „Creaming-Effekte“ sichtbar geworden: Die Gymnasien schöpften die
leistungsstärkeren Schüler ab wie die Sahne von der Milch. Umgekehrt in Bornheim: Da kamen auch Schulanmeldungen aus Swisthal, Heimerzheim, Weilerswist. Aus dem Süden steuerten Alfter und Bonn Schüler bei. So wurden
mehr Anmeldungswünsche vorgetragen als Schulplätze bereitgestellt werden konnten. – Ob das nun so bleibt, wird sich zeigen.
Breil ist zuversichtlich. „Offenbar ist der Gedanke rüber gekommen, dass wir an unserer
Schule ein Spiegelbild der Gesamtgesellschaft darstellen wollen. Anstatt soziale Gruppen von vorneherein gegeneinander zu separieren, kontert die Europaschule mit dem Prinzip „Fordern und Fördern“. Gefordert werden die
leistungsstärkeren Schüler, etwa durch Angebote zu bilingualem Unterricht. Fächer wie Erdkunde, Geschichte, Biologie werden dabei in englischer Sprache unterrichtet. Dazu wurden gezielt Lehrer mit geeigneten
Fächer-Kombinationen eingestellt, etwa Erdkunde plus Englisch. – Den leistungsschwächeren Schülern, häufig aus kritischerem sozialem Millieu, kommt das Förder-Prinzip zu gute: gezielte Hilfsangebote zum Ausgleich
bestehender Lernschwächen.
KENNER GEGEN KÖNNER: DIE EINEN WISSEN; DIE ANDEREN HANDELN
An Berufsschulen wird seit einigen Jahren das Lern-Konzept der „Handlungsorientierung“ vermittelt. Wirtschaftsbetriebliche Abläufe werden hierbei bewusst aufgegriffen und vom
Planen bis zum Durchführen konkreter Aufgaben durchgespielt. Vertreter des allumfassenden Humboldtschen Bildungsideals werfen diesem Konzept bisweilen vor, hier stutze man junge Menschen auf die Bedürfnisse der
Wirtschaft zurecht. Hinter dem pädagogischen Anspruch stünden die Interessensvertreter von Handel und Industrie. Es dürfe aber nicht sein, dass ein durch Steuern finanziertes Schulsystem den Wirtschaftsverbänden
das „passende Menschenmaterial“ frei Haus in die Betriebe liefere. Auch ein Slogan fällt dazu ein: „Kosten sozialisieren, Gewinne privatisieren.“
Gegen solche Einwände steht die Frage: Wie nützlich kann es für
einen Menschen sein, zweckfrei ein riesiges Wissen zu häufen? Günther Jauchs „Wer wird Millionär?“ wurde zum Quotenschlager der TV-Branche. Niemand hätte damit gerechnet, dass es ausgerechnet ein Uralt-Format aus den
Siebziger Jahren, Wim Toelkes „Der große Preis“, noch einmal zu Ruhm und Ehren bringt. In solchen Shows ist Wissen gefragt, nicht Handlungsfähigkeit. Die Abfrage des Wissens funktioniert ausschließlich durch den
Lockreiz des großen Geldes. Sobald die Quoteneinbußen bei Jauchs Quizshow offensichtlich werden, steht wiederum die Frage im Raum: Wozu dient zweckfreies Wissen, außer zur sozialen Abschottung?
Muss eine
allgemeinbildende Schule heute für die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes erziehen - oder sozial verantwortliche Individuen formen? Breil will beides. „Der Blick auf die Bedürfnisse der Gesamtgesellschaft darf dabei nicht
verloren gehen. Um eine Metapher zu verwenden: Wer Sonnenbrillen für Schmetterlinge erfindet, der produziert nichts gesellschaftlich Relevantes. Vielleicht hat sich so jemand in detailreicher Arbeit mit Insekten und der
Funktionsweise eines Facettenauges beschäftigt. Aber die Frage muss erlaubt sein: Wen interessiert es? Wem bringt es Nutzen? Die Akzeptanz der Gesellschaft und die Akzeptanz der Wirtschaft muss für uns Schulen im
Vordergrund stehen. Jedes individuelle Handeln muss sich an den Bedürfnissen der Gesellschaft messen lassen. Das ist wie mit einer Stadt. Die muss sich fragen: Identifizieren sich meine Bürger mit mir? Bei einer Stadt,
im konkreten Fall Bornheim, steht die Identifikation des Bürgers auf drei wesentlichen Säulen: Die Wirtschaftsförderung vor Ort, das Freizeit- und Kulturangebot, das Angebot an Schulen und Ausbildungsstätten.“
Handlungsorientiertheit hat ihre Argumente, auch wenn man Studien und statistische Erhebungen über Erfolg oder Misserfolg des handlungsorientierten Unterrichts bislang vergeblich sucht. - Welche Rolle spielt dieses
Konzept für eine Gesamtschule? Breil: „An der Europaschule hat die Handlungsorientierung schon ein wenig Fuß gefasst. Mir fällt ein Beispiel aus der Mathematik ein. Da ging es in einer Klasse um Höhenberechnungen.
Draußen an der Schule stand gerade ein Baustellenkran, aufgeschüttetes Baumaterial. Daran wurde das gleich praktisch umgesetzt. Je praxisorientierter ich die Dinge vermitteln kann, desto tiefer prägt sich das Wissen bei
den Schülern ein.“
KEINE INTEGRATIONSPROBLEME
Das
selbstverantwortliche Individuum erwirbt Wissen. Der wirtschaftende Mensch erwirbt Handlungsfähigkeit. Zwischen diesen beiden Polen klafft noch eine Wunde weltanschaulicher Art. Ein alter Kampf zwischen Idealisten und
Pragmatikern, zwischen Denkern und Machern, der sich von der konkreten Tätigkeit eines Lehrers bis hinauf in die Landesministerien zieht, dort, wo auch die Richtlinien des Schulbetriebs formuliert werden. Viel fassbarer
ist das Thema der Zuwanderung neuer Volksgruppen, fremder Kulturen. Und die Frage: Welche Modelle zur besseren Integration ausländischer Schüler können Erfolg haben?
An der Europaschule ist die Antwort kurz und
bündig: „Wir haben keine Integrationsprobleme.“ Und die Argumente klingen schlüssig: Spezielle ethnische Gruppen, so heißt es, treten an der Europaschule nicht massiert auf. Breil: „Bei uns gibt es Maria aus Spanien,
Gül aus der Türkei, Michel aus Frankreich, Stanislaw aus Polen. Insgesamt sind bei uns 38 Nationen durch Schüler vertreten. Ich denke, damit wird man dem Anspruch einer europäischen Schule gerecht.“ Mit fünf bis sechs
Prozent Ausländeranteil spiegelt die Europaschule die Situation ihrer Stadt Bornheim. Auf diese Ausgewogenheit zwischen Gesamtbevölkerung und schulischer Situation komme es an.
Ein „Phänomen Rassismus“ wird
unwahrscheinlich, weil die nationalen Herkünfte stark gemischt sind. Und zur Angst vor dem Andersartigen, dem Ungewohnten und Neuen kommt es nicht, wenn die Schüler zu Auslandsaufenthalten verpflichtet sind, zum
Beispiel zu einem Sozialpraktikum in der Jahrgangsstufe 12. – Nachvollziehbare Strategien. Und die werden nötig sein – angesichts des scharf gewordenen Konkurrenzkampfs um die verknappten Arbeitsstellen.
180
Aufnahmeplätzen pro Jahr stehen 400 Neuanmeldungen an der Europaschule gegenüber. Bei der Entscheidung über die Schulaufnahme wird zunächst auf ein ausgewogenes Verhältnis von Jungs zu Mädchen geachtet. Dann werden
soziale Härtefälle berücksichtigt. Aber auch beim Thema Ausländer-Verteilung bleibt der Zwang zum Selektieren. Grundsatz: Es muss eine Mehrheit an der Schule geben, die eine gesellschaftliche Minderheit integrieren
kann. „Erst, wenn sich das Verhältnis an der Schule umkehrt“, so Breil, „dann wird es problematisch.“
DER LEHRER ALS VATER?
Problematisch ist es an deutschen Schulen schon lange. Die Erziehungsarbeit verlagerte sich immer mehr von den Elternhäusern direkt auf die
Schulen.
Breil sieht den Gesetzgeber gefordert. Um Eltern in die Situation zu setzen, ihre Kinder auch zuhause besser zu fördern, müsse sich auch in der Familienpolitik etwas tun. Ehepaare ohne Kinder als Familie
zu betrachten und entsprechend steuerlich zu bevorteilen, das werde sich noch als fatal beweisen. - Aus Sicht Lediger, die schnell mit einem Steuersatz von 50 Prozent für ihre Kinderlosigkeit abgestraft werden, lassen
sich da ganz entgegengesetzte Fragen und Meinungen formulieren: Wie bemisst sich der Wert eines Kindes? Wie soll gesellschaftlichen Wert erhalten, was der staatlichen Subventionierung bedarf? – Aus staatlicher Sicht hat
das Kindergeld, die Subvention der Kinderzeugung, ganz einfache Gründe: Das zusammenbrechende System der umlage-finanzierten Rente soll gerettet werden.
Breil jedenfalls plädiert für den Freispruch der Eltern.
„Die Eltern sind ja auch nur Kinder ihrer Zeit. Jede Generation macht ihre generationsspezifischen Fehler. Wegen der Pisa-Studie nun auch noch Elternschelte zu betreiben, darum kann es nicht gehen.“ Allerdings schränkt
er ein: „Wenn man ein Auto steuern will, muss man vorher eine Legitimation erwerben, den Kfz-Führerschein. Wie kommt es, dass niemand einen Führerschein für die Erziehung von Kindern fordert?“
Also mutiert der
Lehrer zum Vater, die Lehrerin zur Mutter. Doch ist die heutige Rechtssituation der Lehrer gegenüber ihren Schülern ausreichend, einen störungsfreien Unterricht zu gewährleisten? Störer gibt es in jeder Klasse. Sie vom
Unterricht auszuschließen, kann den Lehrer schnell in eine Haftungssituation bringen. Der Kollege in der Nebenklasse wird sich herzlich bedanken, wenn er die Aufsichtspflicht über einen hartnäckigen Kandidaten
übernehmen soll.
Jede Schule braucht Regeln. Beim Missachten dieser Regeln muss es Folgen geben. Breil nennt ein drastisches Beispiel: Drogen. „Wenn ein Schüler an unserer Schule dealt, fliegt er direkt von der
Schule. Das Dealen schränkt die Freiheit des anderen direkt ein. Mäßiger sehen die Folgen für solche Schüler aus, die Drogen konsumieren. In solchen Fällen würden wir direkt Hilfestellungen geben, beispielsweise in
Zusammenarbeit mit dem Entziehungsangebot des Bornheimer Phoenix-Hauses.“
Unterrichtsstörungen seien meist keine Sache einzelner Schüler. „Da muss ich mich auch als Lehrer fragen: Mach ich vielleicht etwas bei
meinem Unterricht verkehrt? – Warum kennen die Schüler denn sämtliche Werbungen? Weil sie interessant gemacht sind. Muss das nicht auch für einen Unterricht gelten?“ – Werbung arbeitet mit Suggestion, will und muss
beeinflussen. Das ist auch das Ziel eines Unterrichts mit Erziehungsanspruch. Im Fremdwörterbuch des Dudens werden für das Wort „suggerieren“ zwei Wortbedeutungen angegeben: 1. jemanden gegen seinen Willen gefühlsmäßig
oder seelisch beeinflussen. 2. einen bestimmten, den Tatsachen nicht entsprechenden Eindruck entstehen lassen.
Das führt zu Fragen von philosophischem Ausmaß: Gibt es einen freien Willen? (Die Biologen behaupten,
es gebe ihn nicht). Falls es den freien Willen gibt, kann man jemanden gegen seinen Willen beeinflussen? (Hypnotiseure wissen: Man könnte). Was ist „ein Eindruck, der den Tatsachen nicht entspricht“? (Wirklichkeit
entsteht im Kopf – aber entsteht auch in jedem Kopf die gleiche Wirklichkeit?)
Breil fände es toll, wenn es auch einmal eine Pisa-Studie über Lehrer gäbe. Wenn Schüler Lehrer beurteilen könnten. Und wenn Lehrer
leistungsorientierter besoldet würden. Solche Bewertungen seien natürlich nur dann interessant, wenn das Ganze auch konkrete Folgen habe. – Solche Ideen fordern in Deutschland, dem Land der Besitzstandswahrer, einigen
Mut. Auch für die Hochschulen diskutierte man, das amerikanische System der Dozenten-Bewertung auf Deutschland zu übertragen. Hat sich bis heute etwas getan? Auch bleibt die berechtigte Frage: Nach wessen Maßstäben
sollte der Schüler den Lehrer beurteilen? Nach einem Maßstab womöglich, der dem Schüler noch gar nicht vorliegen kann? Wer hat das Recht, wen zu formen? Und zu welchem Zweck?
WEG VON DEN FÄCHERN, HIN ZUR VERNETZUNG
Was hält man an der Europaschule von Fächer
übergreifendem Unterricht? Das Lehrerkollegium ziehe bei solchen Projekten mit, meint Breil. Wenn ein einzelner Lehrer mehrere Fächer integrativ unterrichtet, dann findet Breil das gut, aber noch nicht optimal. „Ich
halte es für noch besser, wenn die Unterrichtsinhalte verschiedener Lehrer gegeneinander abgestimmt werden. Nehmen wir das populäre Thema Sexualität. Da können im Fach Biologie die naturwissenschaftlichen
Begrifflichkeiten geklärt werden, in Deutsch ist kritische Auseinandersetzung mit der Umgangssprache möglich, in Musik könnte es etwa um die Vertonung von Liebesgedichten gehen.“
Das ist Organisationsarbeit. Denn
das Fach Musik kann in Klasse 5 nicht halbe oder Viertelton-Schritte behandeln, wenn in Mathe das Bruchrechnen erst in Klasse 6 vermittelt wird.
Vernetzungen, die sich schneller durchsetzen, sind heute digitaler
Natur. Die Europaschule Bornheim ist der Initiative „Schulen ans Netz“ angeschlossen. Dass die Schulausbildung in Sachen EDV immer ein wenig hinterher hinkt, liegt am Markt der Software und Hardware. Neuentwicklungen
lösen sich hier in rascher Folge ab. Die Schulen sollten sich hüten, Erfüllungskonsumenten des marktbeherrschenden Konzerns Microsoft zu züchten. Dessen Produkte kommen besonders schnell auf den Markt. Ob sie auch
besonders gut sind? Die Meinungen bleiben geteilt.
KRIEG DER GESCHLECHTER – SCHON AN DER SCHULE?
Mit den gesellschaftlichen Änderungen, die seit 68-er Tagen einsetzten, entfaltete auch das Rollenverhalten der beiden Geschlechter eine ungeahnte Dynamik. Alte
Machtstrukturen kamen ins Wanken, neue etablierten sich. Nach einem Spiegel-Artikel, der im letzten Jahr erschien, werden männliche Schüler seit geraumer Zeit gegenüber Mädchen bei der Lernförderung ignoriert. Da habe
sich seit der Frauenbewegung der Siebziger ein Dogma des „zu befriedenden Mannes“ eingeschlichen. Interessant insofern, als das Aggressionspotenzial von Jungs und Männern vor allem durch Mädchen und Frauen gesteuert
wird.
Breil nimmt auch zu diesem Thema Stellung: „Mädchen sind im Regelfall angepasster als Jungen. Auf das unterschiedliche Sozialverhalten gehen wir ein, indem wir zum Beispiel Computerkurse nur für Mädchen
anbieten. Andere Kurse wiederum sind speziell für Jungs. Wesentlich ist in jedem Fall: Das Sozialverhalten darf von den Lehrern nicht mit dem Leistungsverhalten verknüpft werden. Und das gilt besonders für
geschlechtsspezifisches Sozialverhalten.“ Ein Thema, das schillernde Feuerwerksraketen bereithält.
Schillernd ist auch der Umstand, dass mit Breil ausgerechnet ein CDU-Mann Schulleiter einer Gesamtschule ist. Das
klassische SPD-Konzept zur Bildungspolitik, verfochten vom politischen Gegenspieler?
Breil selbst hat lange Zeit an Gymnasien gearbeitet. Den Schritt zur Gesamtschule machte er bewusst. Er war von diesem Konzept
überzeugt. Mit Partei-Zugehörigkeiten habe das rein gar nichts zu tun. – Und die Bürgermeisterwahl? Breil hat sich als Kandidaten für Bornheim aufstellen lassen. „Ich warte es ab“, sagt er. „In gespannter Wartestimmung
bin ich aber nicht. Auch sitz ich hier nicht auf gepackten Koffern. Meinen Beruf als Schulleiter der Europaschule mache ich mit voller Leidenschaft und Freude.“
© Rainer Liesenfeld, Januar 2003 |